Der E. ist laut Wortfuchs Heiko Walkenhorst eine Person, die sich durch Empörung hervortut, indem sie einen negativen Diskurs ein- und anzuführen versucht.
//Einlaufkind
Das E. ist ein Kind an der Hand eines Fußball- bzw. Sportstars beim Einlaufen in das Stadion/die Arena zum Spielbeginn. Dazu: //Arenawurst
//Eigentlichkeit
Die E. ist eines dieser Heideggerwörter (siehe dazu auch //Geworfenheit), die auf das Eigentliche abzielen und daher schwer zu verstehen sind, weil sie, auf sich selbst verweisend, einen Objektcharakter verwehren und damit nicht auf den Vorzug des Blicks von außen zugreifen können. Die E. ist wie viele Heideggerwörter hermetisch.
//Einführungsrede
Die E. ist eine Rede, die in einen Sachverhalt, nicht selten eine Kunst- oder andere Kulturveranstaltung einzuführen vorgibt, meistens jedoch eine Überrede ist, weil sie selten ein-, meist jedoch überführt, weil sie vor allem über etwas redend stattfindet.
//Egorrhöe
Die E. ist eine bis zur Unerträglichkeit ausufernde Form des Ichgebrauchs, die sich durch die vollständige Ignoranz der Umgebung bei gleichzeitiger exzessiver Selbsthervorhebung auszeichnet. Sie ist bei jungen Menschen häufiger anzutreffen, gehäuft in sogenannten Metropolen.
//Durstangst
D. ist ein Gefühl, das sich fast von allein erklärt. D. führt nicht selten dazu, Wege, Anstrengungen und Begegnungen aus Angst zu meiden, dass dadurch die Trinkmöglichkeiten bedroht werden könnten und zum Durst führten. D. ist das Gegenteil von //Trinkangst. Vgl. dazu auch //Kloangst
//Dingsda
Das D. ist was Ansprechnotwendiges, zugleich begrifflich unfassbares.
//Dezemberlicht
Das jahreszeitlich vom Verschwinden des Lichtes und luminaren Verschmelzen von Innen- und Außenräumen geprägte Leuchten des Dezembers, das besonders in den schwächer werdenden Schatten zu erkennen ist, die sich von den unverschatteten Seiten immer weniger unterscheiden. Das D. ist melancholifizierend und von einer allgemeinen Schönheit des Vergeblichen.
//Denkprothese
Die D. ist eine Art Gedankenmantra oder -attrappe, mit der man unliebsame Gedanken wegdenkt, die zu nichts führen – eine Art Gedankensurrogat gegen schlechte und penetrante Gedanken.
//Daumenschale
Die D. ist eine nach ihrer Fertigungsweise benannte Schale aus elastischem Material wie z.B. Ton oder Knetmasse. Die D. entsteht, wenn man einen Klumpen davon in beide Hände nimmt und mit den Daumen ein Loch in dessen Mitte hineindrückt, das nachgerade zu einer Schale ausmodelliert wird und durch Brennen bei hohen Temperaturen aushärtet.