Das S. entsteht durch das Versinken der Schatten im Boden und trägt die Erinnerungen des Tages, aus dem sie kommen und in die man sich hineinbetten kann, um mit Tageserinnerungen aus Schattengedanken einzuschlafen.
Autor: Erik Schmid
//Schamschwellenforschung
Die S. beschreibt und katalogisiert Verhaltensweisen, die durch die Hervorrufung von Scham eine spezifische Verhaltensbeschreibung ermöglichen. Die Grundfrage der S. lautet: Was muss geschehen, damit ich wen, wann und wie so in Verlegenheit bringe, dass sich das sich bei allen Menschen im Vorschulalter sich entwickelnde Schamgefühl einstellt?
//Schadenfreude
Die S. ist die Freude daran, dass etwas zu Schaden geht. Eine im Grunde perverse Sache, die aber gut Auskunft über die Abgründe der menschlichen Seele gibt, die wohl nur vordergründig und vermeintlich gut ist, sonst würde es das schöne Wort S. ja nicht geben.
//Sauberlaufmatte
Die S. ist ein Fußabtreter im (größeren) (Lauf)-Format mit Spezialbeschichtung, der es ermöglicht, beim Darüberlaufen mit wenigen Schritten, die Schuhsohlen zu säubern, ohne dass angehalten und fußgeschrubbt werden muss.
//Satzbaupflicht
Die S. meint die Pflicht, in ganzen Sätzen zu sprechen, die aus Subjekt, Prädikat und Objekt bestehen – eine bisher unbeschilderte Verkehrsregel.
//Rückwärtsdenken
Das R. ist eine weit verbreitete Art des Denkens, die zuerst das Ziel, dann den Weg und die Maßnahmen festlegt. Naturellement ist darin das weit entfernteste, das Ziel, zuerst bestimmt worden, von dem aus man rückwärts gegen die Zeit denken muss. Anstelle von einfach mal losgehen und schauen, was passiert, ist R. oft hilfreich, aber auch zeit- und raumflüchtig und daher auch riskant!
//Rückrufnotwendigkeit
Die R. beschreibt das Gefühl, einen erhaltenen und nicht angenommenen Anruf unbedingt mit einem Rückruf begegnen zu müssen. Das drängende Gefühl der R. verursacht zuweilen Gegenwartsflucht, Ungeduld und schlimmstenfalls auch Aggressionen.
//Rucksacktrinker
Der R. ist ein auf Festen unbeliebter Besucher, der anstelle des Verzehrs vor Ort erworbener Getränke die in seinem Rucksack mitgebrachten Getränke trinkt und damit die Getränkeverkäufer ärgert. Oft gelten R. überdies als übermäßige bis maßlose Alkoholkonsumenten.
//Riesenentspannungsvorteil
Der R. meint den Vorteil des Genießenkönnens vermeintlicher Vorzüge wie zum Beispiel das Herumliegen in einem //Hüpfburgschatten bei überfüllten Schattenplätzen unter Bäumen und Dächern, an zu heißen Tagen.
//Regionalbahnklofinish
Das R. ist die ÖPNV-Variante des Autofinishs mit heruntergeklapptem Kosmetikspiegel, kurz vor der Ankunft. Wer das R. beherrscht, ist in höchstem Maße kosmetisch selbstreflektiert, da die Umstände beim R. ein exaktes Timing und eine präzise Beherrschung der Werkzeuge voraussetzen, um Ausrutscher mit Lippen- und Augenstiften vermeiden zu können.