Der A. ist eine Person, die einem unangenehme, überdenkens- und überarbeitenswerte Situationen im Leben bereitet, an denen man jedoch wachsen darf und kann.
Autor: Erik Schmid
//Arenawurst
Die A., früher auch Stadionwurst genannt, ist die nach dem Verkaufs- und Verzehrort (i.d. Regel größere Sportspielstätte) benannte Bratwurst, die vor, während oder nach dem Spiel, vermehrt aber in so genannten Halbzeitpausen und vorzugsweise in Bierbegleitung genossen wird. Die Aufgabe der A. liegt darin, dem Volk außer Spiele zum zielgerichteten Gebrauch der Gefühlswelt auch Brot (respektive Wurst) zur Stärkung zu geben (panem et circenses), um den inneren Weltenkrieger in uns zu befrieden.
//Anschlussaufnahme
Die A. ist Bundesbahngebrauchswort für Aufnahme von Reisenden aus einem ankommenden Zug. Oft auch als Begründung für verspätete Zugabfahrten.
//Anschlusszugversäumnisgespräch
Das A. ist ein angstgeprägtes, immer langweiliges und meist in Zügen geführtes Gespräch über die Möglichkeit, einen oder mehrere Anschlusszüge zu verpassen.
//Anwesenheitsmissbrauch
Der A. findet statt, wenn die Anwesenheit von etwas oder jemand nicht angemessen behandelt oder wahrgenommen wird, was zum Beispiel durch mangelnde Wertschätzung und Ignoranz bis hin zu Beleidigungen, Bloßstellungen und raumzeitlichen Grobheiten aller Art geschehen kann.
//Anlasskleidung
Die A. hat nichts mit Anlassen oder Ausziehen zu tun, sondern mit Anlässen, die spezifische Kleidung erfordern. Gemeint sind dabei i.d.R. festliche und vermeintlich seriöse, bürgerliche u.a. Anlässe.
//Angstlust
Die A. beschreibt die ansteckende Natur des Angsthabens, die ihre Lust vor allem daraus bezieht, dass sie erlösbar ist und dadurch ein befreiendes Gefühl auslösen kann. A.-maschinen sind z.B. Geisterbahnen oder Plattformen für Bungee-Junping. In der A. paart sich die existenzielle Bedrohung mit der kalkulierbaren Erlösung, sie spielt mit den Eigenschaften der unterschiedlichen Gehirnregionen.
//Andenken
„Ich denke das mal an …“, DDR-Verb für „Ich denke darüber nach.“ Oder als Substantiv auch Synonym für Souvenir.
//Ampelgriff
Der A. ist ein am Ampelpfosten auf ca. Bauchnabelhöhe angebrachter Kunststoffgriff, der ein wenig an die ausgestorbenen Griffe von Telefonzellentüren erinnert (Evtl. stammen die Ae. aus Telefongriffrestbeständen, die wegen der Mobilfunkentwicklung nicht mehr gebraucht wurden und nun als Ae. zur Verfügung stehen!) und Radfahrern beim Warten auf Grün ermöglicht, sich auf dem Fahrrad sitzend, festzuhalten, ohne dabei den Fuß auf den Boden setzen zu müssen. Die Stadt Heidelberg hat im Juni 2017 angekündigt zu den bereits wenigen existierenden Aen. 43 weitere an den an Radwegen befindlichen Ampelpfosten anzubringen.
//Altersanmut
Schönes Wort vom famosen Gerd Hauser. Die A. ironisiert die physio- und psychomotorischen sowie sozialen Gebrechlichkeiten des Älterwerdens.