Der R. ist das was rauskommt, wenn man mehr über Abstraktes redet als nachdenkt. Oftmals traktieren Philosophen oder solche, die das sein wollen, ihre Mitmenschen auch mit ausufernden Rs. durch Redend-Denken, was nicht selten zum //Anwesenheitsmissbrauch führt.
Autor: Erik Schmid
//Porscheparkplatz
Ein P. ist ein selten gebrauchtes, weil unsinniges Wort. Ein P. ist ein Parkplatz auf dem ein Porsche steht. Er unterscheidet sich grundlegend von einem Opelparkplatz zum Beispiel, der so heißt, weil auf ihm ein Opel steht. Ein Porsche jedoch kann aus ursprünglich nicht dafür vorgesehenen Orten einen P. machen, was für einen Opel undenkbar und vor allem strafbar reinkann, weil ein Porsche neben mehr Motorkraft und sportlicher Eleganz auch zusätzliche Parkkraft besitzt.
//Polnische Rakete
Offenbar gedankenauslöschendes Wodkamischgetränk.
//Pfandliege
Die P. ist wohl eine Erfindung der Verwaltung. Man muss im z.B. Schwimmbad nun Pfand bezahlen, wenn man eine Liege benutzen möchte, weshalb die Liege zur Pfandliege wurde. Das Prinzip funktioniert wie bei den Einkaufswagen. Man steckt eine Münze in einen Schlitz, um ein Schloss zu öffnen, mit dem die Liege an einer Station gestapelt und angeschlossen ist. Schließt man die Liege nach Liegegebrauch wieder auf den Stapel zurück, erhält man die Münze zurück. Man erkennt die P. an einer untypischen, dem Funktionskern der Liege vollkommen fremden, fahrradschlossartigen applizierten Vorrichtung.
//Petitesse
Die P. ist ein großes Wort für fast nichts, ein deutlich schöneres und französisches Wort für Kleinigkeit, das sich vor allem in der deutscher Aussprache, da viersilbig, wunderbar verschwenderisch anhört und daher in einem spannungsvollen Verhältnis zur Wortbedeutung steht.
//Perlator
Der P. ist ein Wasserhahnaufsatz, der das aus dem Hahn fließende Wasser in einen gleichmäßigen Luft-Wasserstrahl aufperlt.
//Pendelhubstichsäge
Die P. ist eine Säge und ermöglicht vor allem das Bohren in geschlossenen Flächen (nach Einbringung eines Loches) und das Sägen von unregelmäßigen Schnitten. Sie wurde 1946 von Albert Kaufmann erfunden. Er übernahm dabei das Prinzip des auf- und niedergehenden Werkzeuges der Nähmaschine seiner Frau und übertrug es auf ein Sägeblatt. Der Pendelhub bedingt, dass das Sägeblatt sich nicht nur vertikal (Hub) sondern auch horizontal in Sägerichtung (Pendel) bewegt.
//Pendelhure
Die P. ist jemand, der ständig hin- und herfährt, um es allen vor Ort recht zu machen.
//Opferputz
Der O. ist der Putz, der in alten (Kirchen-) Gebäuden auf die Grundmauern aufgetragen wurde, damit er die Feuchtigkeit aus dem Fundament ziehe, bis er sich wieder vollgesogen abgelöst hat. Danach wurde ein neuer O. aufgetragen und dem Gott der Grundmauersicherheit geopfert.
//Oberstübchen
Das O. ist ein architekturmetaphorischer Begriff für den Kopf im Sinne von Hirn. Durch das Präfix „Ober-„ wird sowohl räumlich als auch gesellschaftlich-bürokratisch an die vertikale Bedeutung und vermeintliche Herrschaft des Os. gemahnt. So hat auch nicht selten, wer keine Ordnung im Oberstübchen hat, nicht mehr „ … alle Tassen im Schrank“.