//Subbotnik

Der S. kommt vom russichen Subbota, was Samstag heißt und einen freiwilligen Arbeitseinsatz meint. In der DDR auch gebräuchlich für freiwillige Arbeitsdienste, mit denen man auf sich aufmerksam machen konnte, um in den Genuss von Privilegien zu kommen. Außerdem ist S. eine schöne Wohnzimmerkneipe in Leipzig, in der G. arbeitet.

//Sprechdenker

S. sind oft Menschen, die ohne einen Gedanken und seine Folgen zu bedenken einfach los reden und den Gedanken beim Sprechen „formulieren“, was nicht selten zu voreiligen und rückrufnotwendigen Äußerungen führt. (Nicht zu verwechseln mit Heinrich von Kleists Text: Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden von 1805/1806, worin die Vorzüge des Sprechdenkens wie Formulierungszwang, Resonanz, Nachfragen etc. als produktive Erkenntnishilfen dargestellt werden.)

//Selfiestick

Der S. ist ein variabler, meist teleskopartiger, Abstandhalter, der zwischen Hand und Kamera zur Herstellung eines Bildraumes zwischen Handykamera und Ego, zur Miteinbeziehung der Entourage dient und das Filmen und Fotografieren bildräumlich erweitert, weshalb der S. besonders bei Touristen beliebt ist, für ein See!-Me!-Here!