D. ist ein Gefühl, das sich fast von allein erklärt. D. führt nicht selten dazu, Wege, Anstrengungen und Begegnungen aus Angst zu meiden, dass dadurch die Trinkmöglichkeiten bedroht werden könnten und zum Durst führten. D. ist das Gegenteil von //Trinkangst. Vgl. dazu auch //Kloangst
Autor: Erik Schmid
//Dingsda
Das D. ist was Ansprechnotwendiges, zugleich begrifflich unfassbares.
//Dezemberlicht
Das jahreszeitlich vom Verschwinden des Lichtes und luminaren Verschmelzen von Innen- und Außenräumen geprägte Leuchten des Dezembers, das besonders in den schwächer werdenden Schatten zu erkennen ist, die sich von den unverschatteten Seiten immer weniger unterscheiden. Das D. ist melancholifizierend und von einer allgemeinen Schönheit des Vergeblichen.
//Denkprothese
Die D. ist eine Art Gedankenmantra oder -attrappe, mit der man unliebsame Gedanken wegdenkt, die zu nichts führen – eine Art Gedankensurrogat gegen schlechte und penetrante Gedanken.
//Daumenschale
Die D. ist eine nach ihrer Fertigungsweise benannte Schale aus elastischem Material wie z.B. Ton oder Knetmasse. Die D. entsteht, wenn man einen Klumpen davon in beide Hände nimmt und mit den Daumen ein Loch in dessen Mitte hineindrückt, das nachgerade zu einer Schale ausmodelliert wird und durch Brennen bei hohen Temperaturen aushärtet.
//Daseinsberuhigung
Selbstbetäubende Lebensführung zur Vermeidung von Aufregungen und Ängsten, durch vor allem selbstbestätigende Auseinandersetzung mit Alltag und Mensch. Vgl dazu auch //Verfallensgeneigtheit.
//Daseinsaufregung
Den. sind Aufregungen sind Ereignisse, die das gute Leben, oft unbemerkt, stören und sich als //Erlebnissedimente festsetzen.
//Bumerangferse
Technik zur Strickbewältigung der Sockenferse, wie z.B. auch die Käppchenferse oder auch Herzchenferse.
//Bushaltestellenkomparatistik
Die B. geht auf junge Lebensjahre in Dörfern zurück, in denen die Bushaltestelle der aufregendste, weil begegnungsreichste Ort war, weil alle von dort in die Schulen, zur Arbeit in die nächstgelegene größere Stadt oder sonstwohin gefahren sind. Und wer weder von dort los- oder dort ankam, fuhr oder ging wenigstens an der Bushaltestelle vorbei, die insofern hervorragend geeignet war, um Komparatistik hinsichtlich fast aller beobachtbaren Menschen, Aktivitäten, Seins-, Bewegungs- und Modeformen war. Kürzer gesagt: Die B. war (ist) eine zentrale Bildungsstätte dörflich-menschlicher Lebensformen.
//Buffetschlange
Die B. findet sich am Buffet und weist den Weg zum Tellerstapel und Besteckkasten, die am Ende der B. und am Anfang des Buffets stehen. Die B. ist die Folge der Bewältigung von unterschiedlichen Geschmäckern auf größeren Speisungen. Die Speisen werden ausgelegt und die Menschen gehen daran vorbei wie am Supermarktregal und bedienen sich. Einerseits wertet es die Wahl des Individuums auf, auf der anderen Seite ist die B. schlicht auch eine Folge mangelnden Bedienpersonals. Das Buffet zeitigt die Geringschätzung des Kellnerns und die Wertschätzung des Zahlenden. Die B. ist immer Ausdruck eines brutalen Kulturverlustes und im Gegensatz zur //Kassenschlange sinnlos.