//Lackschadenhysterie

Die L. ist eine unter v.a. deutschen Autofahrern verbreitete Form der Hysterie, die in eine bis zur Erwartung gesteigerten Befürchtung mündet, dass am Lack des Fahrzeugs Schäden entstehen könnten. Ausgelöst wird die L. vor allem an Parkplätzen, nicht selten allein schon durch sich in der Nähe des Automobils befindliche, arglose Spaziergänger.

//Kurzurlaub

Der K. ist ein kapitalismusgeprägtes, nahezu tayloristisches Wort für die Effizienzsteigerung von Erholung und Freizeit, was insofern kritisch zu reflektieren ist, weil Urlaub und Freizeit, im Gegensatz zur Werktätigkeit, eine eher zeitlose Hingabe an das Tun erfordern. Siehe dazu auch //Brückentag.

//Kulturelles Gedächtnis

Unterschätzter Begriff, der in Wikipedia so beschrieben wird: Die Tradition in uns, die über Generationen, in jahrhunderte-, ja teilweise jahrtausendelanger Wiederholung gehärteten Texte, Bilder und Riten, die unser Zeit- und Geschichtsbewußtsein, unser Selbst- und Weltbild prägen.“ Von sozialem Gedächtnis hatte bereits Aby Warburg gesprochen. Der Begriff mémoire collective stammt von Maurice Halbwachs. Stärker psychologistisch und biologistisch aufgefaßt ist dagegen die Archetypenlehre von Carl Gustav Jung.

//Kulturbeutel

Der K. ist ein Behältnis zur Aufbewahrung von i.d.R. Hygieneartikeln auf Reisen, auch Nessessär (in der Schweiz so eingedeutscht von „notwendig“, „nécessaire“), Travel Kit o.ä. genannt. Lina (und ihre Altersgenossinnen) nennen den Kulturbeutel auch Beauty Case, was das Aussterben des Wortes K. beschleunigt. Alternativ kann mit K. auch die pejorative Bezeichnung eines Kulturfunktionärs gemeint sein.

//Krümelschublade

Die K. ist eine bei Toastern als Vorzug oder Extraausstattung vorkommende Schublade, kurz über der Standflächenhöhe, die heruntergefallene Krümel beim Toasten aufnimmt. Man kann die K. vorsichtig herausziehen und die darin versammelten Krümel entsorgen. Die K. soll den Toaster sauber halten und ihn vor Krümelverstopfungsschäden schützen.