//Gießkannenbaum

Der G. ist ein v.a. auf Friedhöfen anzufindendes künstliches Gebilde, dessen Namen nicht gesichert ist und daher bekommen hat, dass an einem mit Haken versehener kolossaler Pfosten mehrere (oft grüne) Gießkannen an ihrem Henkel eingehängt werden, so dass daraus ein gießkannenbaumartiges Gebilde ersteht, welches, als G. bezeichnet und erscheinungsgemäß begriffen werden kann.

//Geworfenheit

Die G. ist so ein Heideggerwort, das meint, dass wir auf die Welt geworfen werden, ohne gefragt zu werden. Die G. korrespondiert mit dem Entwerfen, was wir in der Hand haben. Anders: Dass wir da sind, dafür können wir nichts (Geworfenheit), wie wir das aber gestalten (Entwerfen), dafür können wir sehr wohl etwas.

//Gesamtweltheit

Die G. ist ein in Kim de L´Horizons „Blutbuch“ auf Seite 152 auftauchendes und mich spontan elektrisierendes Wort, welches den J.W.Goetheschen Anspruch der Beherrschung der sprachlichen Darstellung von Welt neidisch wie ketzerisch aufgreift, um den Versuch des Erfassens der G. einerseits zu würdigen, auf der anderen Seite aber auch einen zwingenden Blick auf die Fragmentierung der G. zu bedeuten.